Sammelsurium

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Berkenthin hatte bis in die 90er Jahre hinein eine Patenkompanie der Bundeswehr, die regelmäßig Präsenz im Ort zeigte. Die Patenkompanie war die Panzermörserkompanie des Jägerbataillons 162. Die 5/12 war in der Bismarck-Kaserne in Wentorf bei Hamburg stationiert. Die Patenschaft wurde auf Betreiben des damaligen Bürgermeisters Richard Meier, des Kompaniechefs Hauptmann Carstens und des Vorsitzenden der Kyffhäuser-Kameradschaft Herrn Kaldinski gegründet. Der Kontakt war anlässlich eines Manövers der Einheit in der Gegend zustande gekommen. Der Sinn der Patenschaft lag darin, die damals noch junge Bundeswehr der Bevölkerung nahezubringen. Die Bundeswehr sollte nicht Staat im Staate sein, sondern integrierter Bestandteil unserer Gesellschaft. Die Soldaten und die Bürger sollten Gelegenheit bekommen, sich über gegenseitige Probleme auszusprechen. Außer ständigen persönlichen Kontakten zwischen der Gemeindevertretung und der Kompanieführung wurde der Auftrag durch wiederholt stattfindende Veranstaltungen erfüllt, wie z.B. Pokalschießen, Gemeinde- und Bataillonsfeste, Darstellung der Kompanie durch Waffenschau, Biwak und gemütliche Abende. Regelmäßig wurde die Einheit auch zu stimmungsvollen Weihnachtsfeiern auf den Sälen des Ortes eingeladen, und älteren Mitbürgern ist sicherlich noch die Teilnahme der Kompanie an der 750-Jahr-Feier 1980 gegenwärtig. Damals zog ein Ehrenzug der Einheit zusammen mit den Vereinen in einem langen Umzug durch den Ort.

Mit der Auflösung der Einheit 1994 im Zuge der Neuorganisation der Bundeswehr nach der Wiedervereinigung endete die Patenschaft des Panzermörserkompanie des Jägerbataillons 162.

Quelle: In Anlehnung an den Beitrag in der Festschrift zur 750-jahr-Feier: Die Patenkompanie stellt sich vor

Im Gewerbegebiet an der B 208 entstand 2012 der neue Bauhof der Gemeinde Berkenthin. Bis dahin waren die Geräte und Arbeitsmaterialien des Bauhofes auf verschiedene Gebäude bzw. Orte verteilt. Selbst in Niendorf war Stellplatz angemietet worden. 

Um die Geräte zum Einsatz zu bringen, ging natürlich viel Zeit verloren. Seit 2012 ist nun alles an einem Ort versammelt.  Mit der Planung war der Architekt Andreas Voßgrag aus Berkenthin beauftragt worden. Die Größe der Räume und auch die Anordnung stimmte der Bauausschuss der Gemeinde mit dem Architekten ab. Neben der Halle für die großen Geräte und Fahrzeuge wurden eine Werkstatt, ein Lagerraum und die Sozialräume in dem 30 x 15 m großen Gebäude untergebracht.

Am 12. Juli 2012  fand das Richtfest statt und Ende Oktober wurde der gesamte Bauhof mit Gebäude, Hofplatz, Lagerplatz und die Außenanlage fertig gestellt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 450 000 €.